Eine intensive Auseinandersetzung mit alten Techniken und Materialien ist Voraus- setzung für unsere Arbeit. Oft suchen wir dafür die Zusammenarbeit mit Restaura- toren, Kunsthistorikern, dem Bundesdenk- malamt, den Bauamtsleitern und vielen anderen Partnern. Gemeinsam mit ihnen wird dann ein Konzept für die Wieder- herstellung des jeweiligen Objektes er- arbeitet.

Was uns dabei zugute kommt, ist die Verbundenheitmit der alten Handwerks- kunst, wie wir sie von unseren Gründern übernommen haben. Wir wissen Bescheid über den Umgang mit alten Gewerken, Materialmix und Verbindungstechniken. Nur so wird Altes neu und bleibt dabei alt im Sinne seiner Erbauer.
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Restaurierung: altes Wissen und neue Technik

Die Natur- und Kulturlandschaft in Vorarlberg wird weitgehend durch die historischen Holzbauten aber auch durch die neuere Holzarchitektur geprägt. Durch die konstruktiven Möglichkeiten und Grenzen des Baumaterials Holz wurde es vorrangig für landwirtschaftliche Bauten und Wohnhäuser verwendet. Das Rheintalhaus, das Bregenzerwälderhaus, das Walserhaus, das Montafonerhaus, Arbeiterhäuser aber auch Stadthäuser wurden in Blockbau- und Riegelbauweise errichtet und stellen Wunderwerke der Zimmermannskunst dar. Diese Objekte gilt es zu erhalten.

Die rechtzeitige fachgerechte Reparatur und Pflege der Holzkonstruktionen ist besonders wichtig.Wartet man mit der Sanierung zu lange, sind weitgehende Ergänzungen notwendig, sodass eine Kopie des ursprünglichen Bauwerkes entsteht. Nicht Nostalgie- und Tourismusdenken oder das Bestreben einiger weniger, die sich an Altbauten begeistern, sollte der Antrieb für die Sanierung sein, sondern derWille zur Erhaltung dieser jahrhundertealten Bautradition. Vor allemgilt es die traditionellen, historischen Handwerkstechnikenweiterzuführen. Bautechnische Verbesserungen und gesetzliche Vorschriften müssen beachtet werden, sanitäre Einrichtungen, Belichtungsoptimierungen, Dachausbauten,
Umbauten der Scheunen müssen möglich sein. Bei den Instandsetzungen ist großes Einfühlungsvermögen angebracht, prinzipiell sollten zimmermannstechnische Ausbesserungsarbeiten genauso sensibel ausgeführt werden wie die eines Holzrestaurators, in material- und werkstoffgerechter Form.

Hofrätin Dr. Renate Madritsch, Landeskonservatorin
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Mayer Holzbau, Im Buch 31, A-6840 Götzis, T 0043-(0)5523-623 68, F 0043-(0)5523-531 43, info@mayer-holzbau.at